Aktuelles
Jahreshauptversammlung 2012
Kaschierkurs 2011
Neuerungen im Krippenmuseum
Sonderausstellung Fastenkrippen 2012
Kaschierkurs 2011
Nachdem das Krippenmuseum wieder seine Pforten geöffnet hat werden von den Besuchern gerne Ideen gesammelt wie man sich die Weihnachtszeit durch "Bastelaktionen" verschönern kann.
Neben dem alljährlichen Krippenbaukurs werden auch weitere Kurse durch die Krippenfreunde aus Herzogenaurach angeboten.
So wurde das Interesse einer 4-köpfigen Damengruppe aus Ochsenfurt geweckt, als sie die "Sonderausstellung von Klosterarbeiten" im Krippenmuseum bewunderten.
Sie scheuten keine Mühe unter der Führung von Fr. Schwab den weiten Weg auf sich zu nehmen, damit sie einen Kaschierkurs unter der professionellen Leitung der beiden
Krippenbaumeister Manfred Lukasch und Karin Andree absolvieren konnten.
Die eigenen Erwartungen wurden übertroffen, so dass sich die Gruppe vornahm noch einmal zu kommen, um an einem weiteren Kurs teilzunehmen.
Bericht: Manfred Frankenberger
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Neuerungen im Krippenmuseum
Obwohl die Adventszeit noch weit weg ist, wird im Herzogenauracher Krippenmuseum schon eifrig gewerkelt und umgestaltet.
Mit Beginn der Krippensaison werden Krippen von Rudolf Will aus Nürnberg zu sehen sein.
Manfred Lukasch hat einige Neuigkeiten parat: "Im Untergeschoss werden Vitrinen neu bestückt sein.
Die Krippe aus Burkina Faso hat zusätzliche Figuren erhalten, die Jean Désiré Sawadogo aus seiner Heimat mitgebracht hat."
Diese Krippe mit Figuren aus Gelbguss stellt ein echtes Unikat dar. Die Figuren werden im verlorenen Gußverfahren hergestellt, daher gleicht keine Figur der anderen.
Jean Désiré Sawadogo bringt nach Möglichkeit bei seinen Heimatbesuchen eine oder wenige Figuren mit, die dann in die Szenerie eingegliedert werden.
Neu ist eine Krippe aus Papua-Neu Guinea, deren Figuren aus Schwemmholz hergestellt werden. Daher haben alle Figuren eine unterschiedliche Farbtönung.
"Ungewöhnlich sind auch die Tiere, die um die Krippe stehen. Statt Ochs und Esel oder Schafen sind es hier ein Krokodil und ein Schwein." so Lukasch.
Auch eine weitere der Herzogenauracher Partnerstädte ist mit einer Krippe vertreten. Eine alpenländische Krippe aus der Partnerstadt Wolfsberg ziert eine Vitrine.
Für den Bau und die Gestaltung im Jahr 2010 zeichnet Krippenbaumeisterin Rosemarie Gabriel aus St. Andrä bei Wolfsberg verantwortlich.
Zu sehen wird auch ein Klosterladen en miniature sein. Der Raum mit der religiösen Volkskunst wird ebenfalls komplett umgestaltet.
Einige technische Neuerungen sind ebenfalls zu verzeichnen. Joachim Grumann hat eine Einhausung für die mechanische Weihnachtskrippe, erdacht und gebaut in den Jahren 1957-1961 von Werner Berlinghof aus Neufahrn-Freising, geschaffen.
Das gute Stück mit der hochempfindlichen Mechanik würde sonst zu viele Besucher dazu reizen, die Bestandteile mit den Fingern "anzusehen".
Für die Elektrifizierung der Vitrinen sorgen in bewährter Weise Heribert Nickl und Benno Heilmann.
Das Besondere in dieser Saison wird eine Sonderausstellung mit Krippen von Rudolf Will aus Nürnberg sein.
Will hat die meisten selber gebaut und zusätzlich noch andere gesammelt, darunter aus Tansania und Tschechien, natürlich auch aus Franken.
Da Will Mitglied der Nürnberg Krippenfreunde ist, die Herzogenauracher hatten ja bereits einmal mit ihren Krippen die Ausstellung in der Nürnberger Egidienkirche bereichert.
So entstand die Idee, Nürnberger Krippen nach Herzogenaurach zu holen.
Für Manfred Lukasch und die Krippenfreunde wird es zunehmend ein Problem, die zahlreichen Krippen unterzubringen.
Sie bekommen viele Schenkungen übereignet, die auch gut verwahrt werden müssen, wenn sie nicht in der Ausstellung stehen. Daher sind sie auf der Suche nach geeigneten Räumen für Depots.
Hinweise werden gerne entgegengenommen.
Bericht: Dr. Manfred Welker
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Sonderausstellung Fastenkrippen 2012
Kaum ist die Wechselausstellung in der Herzogenauracher Stadtpfarrkirche abgebaut, da bieten die Krippenfreunde Herzogenaurach eine Sonderausstellung in ihrem Museum am Welkenbacher Kirchenweg an.
Im Erdgeschoss empfangen Objekte zum Thema Fastenzeit und Ostern die Besucher. Ausgestellt werden Kunstwerke aus dem Besitz von Maria Schwab aus Ippesheim, die aus Überzeugung und Passion christliche Volkskunstobjekte aus dem Bereich der Fasten- und der Osterzeit anfertigt und sammelt.
Die einzelnen Kunstwerke hat sie extra für die Ausstellung ausgeliehen. Dabei handelt es sich ausschließlich um Handarbeiten, teilweise sogar um hochwertige Klosterarbeiten. Schwab war schon zur Weihnachtszeit im Bayerischen Fernsehen vor zwei Jahren zu bewundern.
Zustande gekommen war der Kontakt im letzten Jahr, so Manfred Lukasch, als Schwab in die Sonderausstellung zu Klosterarbeiten in das Herzogenauracher Krippenmuseum als Besucherin kam. Sie war von der Ausstellung und vom Krippenbauverein angetan und buchte gleich im Anschluss einen Kaschierkurs unter der Leitung der Krippenbaumeister Manfred Lukasch und Karin Andre.
Die ausgestellten Szenen aus dem Besitz von Schwab reichen vom Einzug in Jerusalem über das Letzte Abendmahl, die Ölbergszene, über Jesus und Barrabas vor Pilatus bis hin zur Geißelung und Jesus am Kreuz. Zu finden ist auch der Golgathahügel, der Leichnam Jesu im Grab und der Auferstanden. Dieses ganz besondere Stück zeigt ihn im Blumenkranz, hergestellt aus Fadenblumen, d.h. einer so genannten Klosterarbeit, unter einem Glassturz. Manfred Lukasch hat eine großformatige Tempelarchitektur für die Szene Jesus vor Pontius Pilatus für die Ausstellung beigesteuert.
Zwischen diesen eigenen Szenen sind Objekte zu Ostern eingefügt wie ein gebackenes Osterlamm mit der Siegesfahne, Klappern die statt der Glocken an den Kartagen erklingen, Klosterarbeiten, eine Osterkerze und ein Palmbuschen, der aufwendig und kunstvoll aus einem Gänseei, Buchs und Palmkätzchen zusammengestellt ist. Erläuternde Texte ergänzen die Objekte. "Die Ausstellung soll auch eine Hinführung durch die Fastenzeit zum Osterfest sein." so Manfred Lukasch. Diese Möglichkeit besteht an den Sonntage bis Ostern für alle interessierten Besucher.
Das Krippenmuseum in Herzogenaurach, am Welkenbacher Kirchweg 15, ist ab Sonntag, den 4. März und an den weiteren Sonntagen der Fastenzeit einschließlich Ostersonntag von 14-17 Uhr geöffnet.
Weitere Auskünfte erteilt der Erste Vorsitzende, Manfred Lukasch, Tel.: 09132/2906.
Bericht: Dr. Manfred Welker
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Jahreshauptversammlung 2012
Zur Jahreshauptversammlung der Krippenfreunde Herzogenaurach in der Kaplanei der Stadtpfarrei konnte der erste Vorsitzende Manfred Lukasch zahlreiche Mitglieder begrüßen.
Vor 20 Jahren formierten sich die Krippenfreunde, seit 10 Jahren gibt es einen eigenen Verein. "Bei der Jubiläumsausstellung wird nur das Beste vom Besten ausgestellt!" kündigte Lukasch die Aktivitäten für das laufende Jahr an.
Vor 10 Jahren hatte sich Achim Brettschneider bei der Vereinsgründung spontan bereit erklärt, die Aufgabe des Museumskurators zu übernehmen. Für ihn ist die Einstellung auf die Besucher wichtig. Sie erwarten etwas Beständiges, aber auch Vielfalt und Variationen über den Standort hinaus. "Das Museum kann mit Objekten aus 22 Ländern aufwarten, es sind alle Erdteile im Museum vertreten." Sie gibt es im Ersten Stock eine gefilzte Krippe aus dem Heiligen Land. Das Konzept habe sich bewährt, Krippen aus Deutschland mit Krippen aus aller Welt zu ergänzen.
Brettschneider konnte als Museumsverantwortlicher von einem guten Besuch berichten der sich auch in diesem Jahr auf rund 600 Besuchern einpendeln wird (fünf Sonntage ist das Museum ja noch geöffnet), die in der Saison 2011/2012 das Museum besuchten. "Es gibt Einträge im Gästebuch aus Ungarn und Tschechien." Zwei Sonderschauen brachten die Besucher in das Museum, eine mit Krippen von der Familie Will aus Nürnberg, eine weitere mit mehreren Passionsszenen von Maria Schwab ist noch bis Ostern zu bestaunen. Bedingt durch den mittleren Ostertermin hat das Museum eine durchschnittlich lange Öffnungszeit.
Die vereinseigene Krippe aus Burkina Faso wird jedes Jahr auf Vermittlung von Jean Désiré Sawadogo mit Figuren ergänzt. Dabei handelt es sich auch um eine Unterstützung des Künstlers in Burkina Faso: "Er konnte einen Sack Reis und ein Fahrrad kaufen und das Schulgeld für seine Kinder bezahlen!"
Für seinen Posten steht er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung. Brettschneider meinte aber auch: "Ich möchte im Verein bleiben und mit Rat und Tat zur Seite stehen!" Brettschneider hatte ein kleines Licht mitgebracht, das mit Motiven aus dem Krippenmuseum beklebt ist. Dieses Modell hatte in der vergangenen Saison viele Interessenten gefunden.
Manfred Lukasch konnte ein ereignisreiches Jahr Revue passieren lassen. Die Krippenfreunde kümmern sich jedes Jahr in beispielhafter Weise um die Kirchenkrippe in der Stadtpfarrkirche St. Maria Magdalena in Herzogenaurach und lassen sie zum Anziehungspunkt für zahlreiche Besucher werden.
Die Vorstandschaft und der Arbeitskreis trafen sich zu mehreren Sitzungen. Zahlreiche Objekte wurden von den Mitgliedern gestaltet und konnten im Museum zum Verkauf angeboten werden. Aber erst die Zurverfügungstellung der Museumsräume am Welkenbacher Kirchweg durch Hans Wormser ermöglicht die Ausstellung der Weihnachtskrippen ab Oktober und der Fastenkrippen in der Fastenzeit. Unterstützung durch einen finanziellen Zuschuss erfuhren die Krippenfreunde auch von Kirchenpfleger Max Gröschel von der Stadtpfarrei, außerdem kommt die Kollekte des Sebastianifestes der Kirchenkrippe zugute. Die Krippenfreunde nehmen alljährlich an der Fronleichnamsprozession der Stadtpfarrei teil.
Der Dank von Lukasch ging an alle Aktiven und ihre geleistete Arbeit sowie an alle Spender. 22 Helfer bauen beispielsweise die Kirchenkrippe auf. Für alle Krippen wurde ein Krippenpass angelegt außerdem wir die Kirchenkrippe der Stadtpfarrkirche inventarisiert. Allerdings wird es immer schwieriger, Lagerräume zu bekommen. Da das Museum von Attraktivität und Wechsel lebt, sei ein großer Fundus nötig: "Ein Museum ohne Besucher ist kein Museum!"
Insgesamt 1735 Interessenten besuchten die Krippenausstellung in der Krypta der Marienkapelle und in der Herzogenauracher Fachklinik. Neben einem Krippenbaukurs für Erwachsene und für Kinder beteiligten sie sich auch am Herzogenauracher kulturoffenen Samstag.
Durch die vollständig ausgelasteten Krippenbaukurse sowie einen Tag der offenen Tür in der Krippenwerkstatt waren die Krippler in der Öffentlichkeit präsent.
Schatzmeisterin Christa Lukasch konnte trotz Anschaffungen einen guten Kontostand vermelden, sodass nach der Bestätigung der korrekten Kassenführung durch die Kassenprüfer Benno Heilmann und Josef Welker die Entlastung der Vorstandschaft erfolgen konnte.
Krippenbaumeister Werner Heilmann gab einen Bericht über die Arbeit des Vereins. Die Krippenbaukurse sind der Nährboden für die Ausstellung. Wichtig ist auch, dass die Krippen aus den Kursen auch ausgestellt werden, weil sie alle rechtzeitig fertig geworden sind. Neu ist, dass im vergangenen Jahr ein Kaschierkurs angeboten werden konnte.
Die Frauengruppe hat an der Umgestaltung der Krippe mitgewirkt und Kleider für die Figuren genäht, konnte Hildegard Lunz berichten. Auch in diesem Jahr werden im Herbst wieder Krippenbaukurse angeboten die schon gut belegt sind. Lukasch konnte das vergangene Jahr zusammenfassen: "Danke für die Arbeiten. Für uns war es in jeder Hinsicht das beste Jahr, das es je gegeben hat!"
Als Mitglied war bei der Versammlung auch Bürgermeister Ralf Ledertheil aus Bad Windsheim anwesend. Er bat um Unterstützung für die Krippe in Bad Windsheim, die etwas ideenreicher gestaltet werden könnte, was ihm die Aktiven im Verein auch gerne in Aussicht stellten.
Bei der Wahl gab es Veränderungen in der Vorstandschaft. Hildegard Lunz ist als Ortsbäuerin und Mesnerin in Haundorf stark beansprucht. Außerdem stellten sich Dr. Werner Ruppert und Achim Brettschneider nicht mehr für ihre Posten zur Verfügung.
Neue Vorstandschaft:
1. Vorstand: Manfred Lukasch
2. Vorstand: Werner Heilmann
Kasse: Christa Lukasch
Schriftführer: Manfred Frankenberger
Beisitzer: Karin Andre, Klaus Bleimüller, Achim Brettschneider, Hans Wormser
Kassenprüfer: Benno Heilmann, Dr. Werner Ruppert
Bericht: Dr. Manfred Welker
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