Gut besucht war die Eröffnung der Krippensaison der Krippenfreunde in der Stadtpfarrkirche St.Maria Magdalena und in der Krypta der Marienkapelle von Herzogenaurach am ersten Adventssamstag.

Den geistlichen Part hatten Stadtpfarrer Helmut Hetzel, Pfarrerin Carola Schürrle und Pater Antony Mathew Ashok übernommen. Als die Krippenfreunde schon im November die Kirchenkrippe aufbauen wollten, entfuhr es Stadtpfarrer Hetzel eher unbewusst „Ja ist schon wieder Weihnachten?“ Für viele vergehe die Zeit viel zu schnell. Hetzel dankte den Krippenfreunden, die in der Stadtpfarrkirche die größte Krippe in Herzogenaurach aufstellen würden.
Für Pfarrerin Schürrle wird eine Futterkrippe zu einem Kunstwerk durch das Bibelwort: „Sie legten das Kind in eine Krippe.“ Gott macht sich ganz klein, um in diese Welt zu passen. Wo sich Tiere sammeln, um satt zu werden, sind auch Maria, das Jesuskind und Josef. Aber diese Krippe sei eine Nahrung für unsere Seele und stille den Hunger nach einer friedlichen Welt. Die Gläubigen verbindet der Glaube, dass dieses Kind in der Krippe Nahrung für unsere Seele ist. Mit den Worten:

„Machen wir es wie Ochs und Esel,
kommen wir zur Krippe“,

beendete Schürrle ihre Ausführungen.
Während der Andacht segnete Pater Ashok sowohl den großen Adventskranz in der Stadtpfarrkirche als auch die mitgebrachten Kränze der Gläubigen. Mesner Georg Wluka zündete daraufhin die erste Kerze am Adventskranz an.
Krippenbauer teilen ihr Wissen
In der Krypta der Marienkapelle konnten sich die Besucher ein Bild von Krippen aus dem Besitz der Mitglieder des Vereins und von Werken aus einem Kinderkrippenbaukurs machen. Jede einzelne trägt eine eigene Vorstellung von der Gestaltung in sich, die durch die eigene Heimat geprägt ist. Daher gibt es fränkische, alpenländische, afrikanische oder orientalische Krippen. Wo als Herkunft bei einer Krippe ein Familienname steht, da hat die ganze Familie beim Bau mitgeholfen. Außerdem kann bei einer Verlosung eine Krippe gewonnen werden.

Der Vorsitzende der Krippenfreunde, Hans Schmitt, begrüßte die Anwesenden und bedankte sich bei den Beteiligten für diese Feier. Sein Dank ging an die Helfer, die das ganze Jahr über viel Arbeit zu bewältigen hatten. Die Krippenbaukurse sind sehr begehrt, für den Erwachsenenbaukurs werden bereits Anmeldungen für das Jahr 2021 angenommen, da die Kurse davon schon ausgebucht sind. „Wir wollen unser Wissen weitergeben“, so Schmitt. Das sei besonders durch die drei Krippenbaumeister Karin Andree, Werner Heilmann und Joachim Grumann möglich. Diese hätten zu diesem Zweck eine vierjährige Ausbildung durchlaufen.
Bei den Krippenbaukursen sei es üblich, zuerst die eigenen Vorstellungen zu präsentieren und dann in Absprache mit den Krippenbaumeistern die Krippe zu erstellen. „Jeder verlässt mit einer schönen Krippe den Kurs“, war sich Schmitt sicher.
Schmitt konnte außerdem von einem großen Interesse für die ausgestellten Krippen berichten, bereits vor der Eröffnung der Ausstellung sind acht Sonderführungen mit rund 200 Kindern bei ihm vorbestellt worden, die außerhalb der regulären Öffnungszeiten angeboten werden.
Bürgermeister German Hacker (SPD) würdigte die Arbeit der Krippenfreunde und ihre Liebe zum Detail. Die Ausstellung zeige die Kreativität der Herzogenauracher Bürger. Er übergab eine Spende, genauso wie Alban Spägele für die Kirchenverwaltung.