Die Baumeister in Herzogenaurach geben Tipps.

Sie möchten die eigenen Kenntnisse und Erfahrungen, die sie im Laufe der letzten Jahre gesammelt haben, weitergeben. Und da geht es am Anfang erst einmal um die Stilrichtung.

Foto: Manfred Welker

In ihre Werkstatt in Haundorf hatten am letzten Wochenende im Oktober die Krippenfreunde Herzogenaurach zum Tag der offenen Tür beim Krippenbaukurs für Kinder eingeladen. Sechs Kinder nehmen zurzeit an dem Kurs teil und werden von vier Krippenbauern unterstützt.
Vor allem Eltern und Großeltern kamen vorbei und blickten den jungen Krippenbauern gerne über die Schulter. Bereits seit vier Wochenenden arbeiten die jungen Krippenbauer an ihren Schmuckstücken. Der Fortschritt ist auf jeden Fall zu sehen. Dieses Mal waren es zwei Mädchen und vier Jungs, die mit Eifer bei der Sache war.
An diesem Samstag waren Holzarbeiten sowie Spachteln und Beizen angesagt. Eine Krippe wurde schon teilweise gestrichen. Andere modellierten noch die Landschaft. Beim nächsten bzw. übernächsten Werkstatttermin werden die Krippen farblich gefasst.
In einer Vorbesprechung war festgelegt worden, welche Figuren in der Krippe eingestellt werden sollen. Daraus ergab sich dann die Stilrichtung, ob sie orientalisch oder heimatlich gestaltet wird, aber auch die Größe der Krippe ist mit der Figurengröße verknüpft, denn es sieht nicht gut aus, wenn eine Figur nicht mit einer Türöffnung oder der Landschaft korrespondiert.

Kniffe von den Experten lernen

Im Doppelpack sind Anna und Lena Wiedenhöfer aus Neunkirchen am Brand im Kurs aktiv. Während sich Lena für ihre Krippe ein Haus aus Holz gebaut hat, gestaltet ihre Zwillingsschwester Ann eine Höhle für die Geburt des Jesuskindes. Die Idee für seine Krippe hat sich gemeinsam mit den Krippenbaumeistern erarbeitet.
Vieles geht natürlich nur mit Hilfe der erfahrenen Krippenbauer, von denen man sich manchen Kniff abschauen kann. Tim Dittrich und Peter Frötsch erhalten von Joachim Grumann Tipps, wie man einen Miniaturstall mit Brettern verkleidet, nachdem sie das Grundgerüst aus Holz erstellt haben. „Die Kinder sind mit Begeisterung dabei!“, würdigen Werner Heilmann und Hans Schmitt das Engagement ihrer jungen Truppe. „Wenn die Krippen fertig sind, kommen sie zuerst in die Ausstellung in der Krypta der Marienkapelle und dann werden sie daheim aufgestellt!“, meint Hans Schmitt nur.

Foto: Hans Schmitt

Zur Unterstützung der jungen Krippenbauer wirken die Krippenbaumeisterin Karin Andree sowie die Krippenbaumeister Heilmann, Joachim Grumann und Hans Schmitt im Hintergrund und unterstützen bei den kleineren Problemen.

Text: Manfred Welker