Daß auch in Zeiten, die durch die Einschränkungen der Corona-Pandemie bestimmt werden, in der Herzogenauracher Stadtpfarrkirche eine Krippe die Besucher auf die Weihnachtszeit einstimmen soll, darüber waren sich die Aktiven bei den Krippenfreunden einig, die diese Krippe betreuen.

Eine Arbeitsgruppe um den 1. Vorsitzenden Hans Schmitt und Karin Andree haben es auch in diesem schwierigen Jahr übernommen, die Kirchenkrippe aufzubauen. Allerdings können, bedingt durch die Umstände, nicht alle acht Szenen, wie in den Jahren zuvor, gezeigt werden. Diese umfaßten das Dorfleben in Nazareth mit der Verkündigung an Maria durch den Engel Gabriel, darauf folgten die Bekanntgabe der Volkszählung, die Herbergssuche, die Geburt Jesu Christi, die Huldigung der drei Heiligen Könige, der Kindermord in Bethlehem mit der Flucht nach Ägypten und schließlich die Hochzeit zu Kana.

Denn der Auf- und Umbau der einzelnen Motive erfordert einen arbeitsintensiven Einsatz vieler Männer und Frauen des Vereins. Dies läßt die aktuelle Situation der Corona-Pandemie leider nicht zu, so der Vorsitzende Hans Schmitt. Deshalb folgt in diesem Jahr im Anschluß an die Verkündigung in Nazareth die Geburt Jesu Christi in Bethlehem. Maria legte ihren erstgeborenen Sohn in eine Futterkrippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war. Ein Engel verkündete den Hirten auf dem Feld die Frohe Botschaft, sie eilten dorthin und fanden Josef, Maria und das Kind.

Von der Ferne kommen auch die Sterndeuter aus dem Morgenland, um dem neu geborenen König der Juden mit ihren Geschenken Gold, Weihrauch und Myrrhe ihre Aufwartung zu machen.

Die Krippenszene, die die Geburt Jesu darstellt, verkündet den Kern der frohen Botschaft von Weihnachten. Sie erzählt „von der Liebe Gottes, der ein Kind geworden ist, um uns zu sagen, wie nahe er einem jeden Menschen ist, egal in welcher Situation er sich befindet.“, so Papst Franziskus.

Die Krippenfreunde wünschen allen Besuchern der Krippe und ihrer Familien eine gesegnete Weihnachtszeit. Alle sollen die Frohe Botschaft vom göttlichen Kind in der Krippe mit in ihr eigenes Leben nehmen und daraus Kraft und Zuversicht schöpfen.

Text und Fotos: Dr. Manfred Welker